Dienstag, 9. Juni 2009

wer bin ich?

Bin ich ein schlechter Mensch?
Bin ich gefühlskalt und abgestumpft nur weil ich mich mit meiner Mutter und meiner Schwester nicht über den Tod unterhalten will?
Kann man es mir wirklich vorwerfen, dass ich mich NICHT damit auseinandersetzen möchte, wie es mir ginge wenn eine gute Freundin oder ein Familienmitglied sterben würde?

Der Tod macht mir Angst.
Nicht nur mein eigener.
Auch die Vorstellung, dass irgendwann einer nach dem anderen sterben wird. Meine Familie, meine Freunde und meine Bekannten.
Kann man es mir wirklich vorwerfen, dass ich mich damit NICHT auseinandersetzen möchte?

Und JA verdammt, ich finde es auch schrecklich, dass sie gestorben ist (vorgestern ist ein Mädel (20) aus unserer Stadt bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Sie war unschuldig am Unfall, der Unfallverursacher lebt, ist nur leicht verletzt...)
Es ist eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit.
Ich hab sie ein vielleicht zweimal gesehen... Ich finde es grausam... schrecklich... unglaublich...

Aber nein, Mama, ich sehe NICHT nur die Sonnenseiten des Lebens... ich sehe sehr Wohl auch den Schatten, die Dunkelheit und die Abgründe unseres Daseins.
Aber ich kann sie nicht ändern.
Ich kann die Welt nicht erlösen und all das Böse vernichten.
Ich bin, wie alle anderen zum zusehen verdammt...

1 Kommentar:

  1. sonne und schatten gehören zusammen.... dase ine bedingt das andere... ohne sonne kein schatten und umgekehrt....

    und nur weil man sich nicht mit de thema tod auseinandersetzen will (kann) ist man nicht gefühlskalt... ich meine was bringt es das unweigerliche zu diskutieren?
    man ist niemas darauf vorbereitet, niemals.
    ich habe erst zwei menschen, die mir nahe standen bewussts "gehen sehen" bei allen anderen war ich zu jung....
    und das thema sterben an sich wühlt mich immer auf... ich denke aber es geht allen so, auch wenn es manche nicht zugeben....

    der tod wird unweigerlich eintreten... manchmal früher manchmal später..... siche rist nur dass er kommt.... irgendwann.....

    wenn ich das von dem autounfall lese, werde ich wütend... wieso überleben immer die verursacher? (also zumindest meistens?) wieso sterben immer die "unschuldigen?"
    jetzt fällt mir das sprichwort ein "die guten holt gott früh zu sich" drauf geschissen kann ich da nur sagen, denn darum werden sich ihre eltern auch nichts kaufen können.....

    der tod ist nicht gerecht.... nicht einfach... und dennoch ist er da....
    aber andererseits hab ich mich schon oft gefragt ob ein leben ohne tod überhaupt sinn macht....
    würde man sein leben dann überhaupt schätzen?
    die frage ist natürlich wie weit man sein lebenü berhaupt schätz und es nicht als gegeben hinnimmt....
    denn irgenwann wird der tod kommen.... und das leben mit sich nehmen....

    AntwortenLöschen