Dienstag, 21. Juni 2011

Projekt Ein.Hundert.Zwanzig

Hej hej,

ich habe vor kurzem im Internet eine Art Projekt entdeckt. Dabei geht es darum, dass eine Liste von 120 Schlagworten gegeben ist und man zu jedem davon ein Gedicht, eine Kurzgeschichte oder ähnliches bastelt. Ich weiß noch nicht, ob ich zu jeder Nummer etwas schreibe, je nach dem, was mir so einfällt, aber es hat mich irgendwie gereizt und dementsprechend habe ich heute mal mit Nr. 1 angefangen. (Sollte sich jemand für die Liste interessieren, einfach melden, ich lasse sie euch dann gerne zukommen.. )

1) In between worlds

Leise schloss sie die Tür, sie wollte die Kleine nicht aufwecken, nachdem sie es gerade geschafft hatte, diese zum schlafen zu bewegen. Am liebsten hätte sie sich jetzt ebenfalls ins Bett gelegt, aber sie musste noch auf die Arbeit. Also trat sie ins Bad, schlüpfte aus ihrem grünen Jogginganzug und stellte sich unter die Dusche. Sie wusste, dass sie spät dran war, die Kleine hatte heute einfach nicht schlafen wollen. Fast als hätte sie geahnt, dass die Mutter heute nicht arbeiten wollte. Aber sie wusste, dass sie keine Wahl hatte.

Schnell stieg sie wieder aus der Dusche und schlang ein Handtuch um ihren schmalen Körper. Sie huschte in ihr Zimmer und schlüpfte in ihre Kleider, als es klopfte.

„Ja?“ – „Mama?“ Ihre Tochter steckte den Kopf ins Zimmer „Musst du heute auch arbeiten?“ Sie wusste, was sie am nächsten Tag erwartete. „Ja meine Kleine. Es tut mir leid.“ Sie trat auf das Mädchen zu. „Vielleicht muss ich nicht so lange bleiben.“ Sie versuchte zu lächeln. Es misslang kläglich, sie wusste, dass sie log „Geh wieder ins Bett und hab ein Auge auf das Baby.“ Sie hauchte der Tochter einen Kuss auf die Stirn und schob sie sanft aus dem Zimmer.

Dann zog sie sich fertig an, schminkte sich. Zuletzt schlüpfte sie in die bereitstehenden High Heels, nahm das winzige Täschchen und verließ das Haus.

Schon jetzt ekelte sie sich vor sich selbst und sie wusste, dass sie morgen früh wieder Stunden unter der Dusche stehen würde – wie jedes Mal.

Und dann würde sie schlafen, den stummen, gnädigen Schlaf des Vergessens.

Dabei sollte sie feiern. Morgen hatte sie Geburtstag.


Das solls von meiner Seite erst mal gewesen sein für heute. Ich würde mich freuen, wenn ich den ein oder anderen Kommentar hierzu bekomme, je nach dem wer das halt alles liest. :)

Ich wünsche euch auf jeden Fall noch einen schönen Abend.
Herzallerliebste Grüße
Euer Simonileinchen

1 Kommentar:

  1. awwwwwwwww mi mejor, wenn das nicht bittersweet ist, dan weiß ich nicht. wobei eher melancholisch.
    richtig schön. zum denken anregend..... so kann es gehen. wie heißt es bei schreck so schön "bei tag ist es so, bei nacht ganz anders,..." passend würd ich sagen....
    hat mir wirklich gut gefallen....

    ich würde mich echt freuen wenn du dieses 120 projekt durchziehen würdest *hops*

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